Ich erinnere mich an ein leises Ankommen, als der Nebel noch an den Bootshäusern hing. Auf der Fähre klirrten Tassen, Kinder tuschelten, eine ältere Dame erzählte vom letzten Spätsommer. Später, auf der Insel, knisterte Laub und die Stille war voll kleiner Geschichten. Zurück im Zug schwebten die Bilder neben mir auf der Scheibe. Teilt eure eigenen Ankünfte, die euch noch begleiten, wenn der Alltag längst zurückgewinkt hat.
Zwei Sitznachbarn diskutierten über die bessere Uferbank, breiteten Karten aus, reichten mir einen Keks. Wir tauschten Buszeiten, lachten über verpasste Abzweige und sammelten gute Umwege. Am Ausstieg nickten wir uns zu, als hätten wir zusammen etwas Stilles geschafft. Solche Momente sind der Kitt, der autofreies Unterwegssein weich und menschlich macht. Schreibt uns von Begegnungen, die eure Schritte leichter und den Rückweg heller werden ließen.
Auf einem Weg nach Gmund stopfte ein Kind Kastanien in die Jackentasche, zeigte mir jede einzelne wie einen Schatz. Wir zählten Ringe, erfanden Geschichten über glatte Planeten und legten am Ende eine kleine Sonne auf eine Bank. Der Bus kam, wir winkten. Zurück blieb ein Gefühl, das selbst an Regentagen wärmt. Erzählt uns von solchen Kleinoden, die keine Karte verzeichnet, doch jede Erinnerung liebevoll trägt.
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